TYPO3 oder Typolight (Contao)?

Ich realisiere seit 5 Jahren Projekte auf Basis von TYPO3. In einem solchen Zeitraum lernt man eine menge Stärken und Schwächen eines CMS kennen. Seit 7-8 Monaten arbeite ich neben TYPO3 auch mit dem recht jungen CMS Typolight. Wenn ihr euch nicht entscheiden könnt, welches das richtige CMS für euch ist, kann ich euch mit diesem Beitrag evtl. die Entscheidung ein wenig vereinfachen.

Unsere Kunden benötigen meistens Firmen oder Komunen Websites. Die Ansprüche an das CMS waren meistens sehr umfangreich und konnten nicht immer “out of the Box” realisiert werden. TYPO3 bietet eine fabelhafte Portfolio an Erweiterungen und Konfigurationsmöglichkeiten. Der Erweiterbarkeit sind fast keine Grenzen gesetzt. Doch will man das wirklich?

Typolight hingegen bietet eine ganze menge “out of the Box”. Viele Funktionen müssen in TYPO3 kompliziert konfiguriert und eingestellt werden. Für das integrieren einer einfachen “Als PDF Anzeigen” Funktion braucht man als Anfänger schon (geschätzte) 1-2 Stunden. Die passende PDF Extension muss installiert werden, mittels der TYPO3 eigenen Scriptsprache “TypoScript” muss das ganze dann noch konfiguriert werden. Ganz davon abgesehen muss man auch noch das Template der PDF Ansicht an die eigenen Wünsche anpassen. Klar hat das ganze auch einen Vorteil: viele Möglichkeiten zur Anpassung. Doch manchmal sollen Dinge einfach nur “sofort” funktionieren. In Typolight ist das erstellen einer Druckansicht im PDF Format keine große Sache, Hacken setzen und gut.

Mit Typolight kann man einfach, ohne große Probleme ein komplettes Projekt realisieren, ohne auf Erweiterungen und komplizierte Scripte zurückgreifen zu müssen. Möchte man z.B. jeder Seite ein eigenes Template zuweisen, so ist dieses sehr einfach mit Typolight machbar. Möchte man seine Kontaktformulare vorher auf richtige Eingaben (E-Mail, URL etc.) prüfen, so bietet Typolight auch dafür eine sehr einfache Lösung. TYPO3 erfordert da wesentlich mehr Know-How (Komplizieritere Struktur / TypoScript usw.) und Verständnis.

Typolight beinhaltet alle wichtigen Funktionen die ein CMS mitbringen sollte, eine Übersichtliche Oberfläche, Rechteverwaltung für Front- / und Backend Benutzer, einfaches pflegen der Inhalte, Caching Funktionen, URL Rewriting usw. Ich könnte die Liste noch eine ganze weile weiter führen. TYPO3 kann das auch alles, nur ist es eben nicht so einfach zu realisieren.

Natürlich hat Typolight auch seine Schwächen. Doch für für viele Projekte eignet sich das, doch recht junge, Content Management System Typolight wirklich sehr gut!

Meine Empfehlung: Für ein wirklich großes Projekt, mit vielen Backend Usern, Versionierung und co, sollte man TYPO3 nicht scheuen. Das CMS ist groß, umfangreich und bietet eine vielzahl an sinnvollen Erweiterungen. Hohe Anpassungsmöglichkeiten. Für etwas kleinere, “normale”, Projekte sollte man Typolight eine Chance geben.

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31 Kommentare »

  1. alex schreibt: :

    klar kann man typolight eine Chance geben, aber wenn sowieso das “komplizierte” typo3 erlernt wird, bzw. eingesetzt, warum sollte ich dann Typolight auch noch nutzen? Habe ich Typo3 erst mal grundsätzlich intus, dann werde ich es auch einsetzen – auch für kleinere Projekte..

  2. Aleks schreibt: :

    Mir gehts es dabei besonders um die Performance. TYPO3 ist wesentlich Hardwarelastiger als Typolight. Meiner meinung nach ist TYPO3 für kleine Projekte zu überladen. Die Arbeit kannst du mit Typolight schneller erledigen.

    Das ganze ist natürlich auch eine Budget Frage.

  3. moses schreibt: :

    Vielen Personen ist gar nicht klar, welche Resources TYPO3 verbraucht. Da wird dann ein virtueller Server genommen und einfach TYPO3 installiert. Wenn dann die Zugriffe steigen, geht´s mit der Performance rapide den Bach runter. Und ehrlich gesagt: Keiner meiner (KMU)-Kunden hat bis jetzt ein Versioning haben wollen…..

  4. Aleks schreibt: :

    Jo, sehe ich genauso. Viele installieren das System blind ohne wirklich Rücksicht auf die Resourcen zu nehmen. Ich bin mal gespannt was Typolight noch so mit auf den Weg gegeben wird. Nur hoffen das es bei einem “light” bleibt :)

  5. Daniel schreibt: :

    Da bei uns Typo3 eigentlich NUR zum Einsatz kommt und wir auch mal kleinere Seiten ins Netz nehmen, halte ich natürlich ein bischen ausschau nach kompakteren Lösungen. Typolight werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen, danke für den Tipp!

    Nur wie alex schon meinte, habe ich Typo3 mal intus und schon viele TypoScript-Dateien vorliegen (Nav, Footer, Templates usw.) ist das neue Aufsetzen einer Seite nicht soooo langwierig. Ausserdem weiß man ja nie was noch für Anforderungen auf die Seite zukommen.

    Das mit der Performance die den Bach runter geht bei hohen Zugriffen würde ich jetzt nicht ganz zustimmen.

    LG,
    Daniel

  6. SuperMario schreibt: :

    Aber TypoLight ist mit seinen über 10 MB auch nicht klein. Das muss sich in der Performance nicht gross bemerkbar machen, aber “light” klingt für mich auch immer ein wenig nach kompakt und das ist es nun wirklich nicht.

  7. Fabian schreibt: :

    Ein weitere Aspekt für Leute, die Websites für Kunden umsetzen, ist die Schnelligkeit, mit der sich Website (gerade für KMU) mit TYPOlight realisieren lassen. Für exakt den gleichen Funktionsumfang braucht man mit TYPOlight wesentlich weniger Zeit und kann so den Preis für den Kunden niedriger halten, was einem gegenüber der TYPO3-Konkurrenz einen klaren Wettbewerbsvorteil verschafft. Oder wenn man den Vorteil nicht an die Kunden weitergeben will, dann erhöht es eben die eigene Marge ;-)

  8. Lars schreibt: :

    Ich bin ein typischer Wechsler von T3 nach TL, zumindest bei kleinen und mittleren Projekten. Seitdem gehe ich nach dem Grundsatz, solange es mit TL geht, benutze ich dieses, ansonsten eben T3.

    TL ist meiner Meinung nach sehr flexibel, selbst das entwickeln neuer Module ist gut durchdacht, oder man kombiniert mehrere Module miteinander, so dass eine ganz neue Funktion entsteht. Der Entwickler von TL (Leo Feyer) achtet ganz besonders darauf, dass der Core kleingehalten wird, stattdessen gibt es mittlerweile ein Updatemechanismus, wo sämtliche Extensions neben dem Core online gleich mit aktualisiert werden.

    Versionierung gibt es auch out-of-the-box und wenn jemand scheut, sich in TL einzuarbeiten, weil er T3 bereits kennt, ist dies kein Argument. Erstens ist die Lernkurve nichtmal 1/10 so groß und “Rückwärts-paddlern” kommt es sogar entgegen, da vom Ansatz (Seitenstruktur, Inhaltsbereiche,…) eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Systemen herrscht.

    Ich setze Typolight besonders gerne ein, bei Kunden, die auf das Budget achten müssen und bei Kunden, die noch nicht viel als Redakteur gearbeitet haben. Außerdem gibt es viele kleine geniale Features, wie z.B. das automatische verkleinern, bei zu großen Bildern.
    Obwohl das Projekt noch sehr jung ist, kann es bereits mit einem “gedruckten” Buch aufwarten. Gute Voraussetzungen für eine lange Zukunft.

    Hört sich jetzt arg wie ein Verkaufsgespräch an. Sorry :-)

  9. alex schreibt: :

    schon, aber wenn der cache passt ist doch alles ok. Da braucht typo3 einfach wenig Resourcen… – das wäre ja wohl klar!

  10. Aleks schreibt: :

    Ich muss Lars zustimmen. Besonders für Benutzer mit wenig Erfahrung ist der Einstieg in Typolight (Pflege) meiner Meinung nach leichter. Natürlich ist das Meine subjektive Einschätzung, aber ich habe schon öfter von Kunden gehört, das sie TYPO3 sehr unübersichtlich finden.

  11. Christian schreibt: :

    @SuperMario: Speicheraufwand ist absolut nicht aussagekräftig….
    Es können Bilder sein, die extrem viel ziehen usw…
    Wichtig ist wieviel wird eingebunden bei einer Benutzertätigkeit…

    Ein normaler Server hat ein Speicher Pro Prozess default 8 – 16Mb eingestellt…
    Typo3 benötigt min 64Mb, damit es gescheit läuft (sowas ist aussagekräftig)…

    Typo3 segelt erstmal um die Welt und sammelt alles ein was es gibt.
    So Einige Dinge wie OOP ist bei Typo3 nicht wirklich der Hit (da PHP4), oder MVC wird nicht verwendet (also einfach nur veraltet)…

  12. eco schreibt: :

    TYPO3 ist nur unübersichtlich, wenn man es nicht übersichtlich macht. Man kann das komplette Backend so anpassen, das der Kunde wirklich nur das sieht, was er sehen soll, nicht mehr. Und wenn man noch Actions einsetzt, kann der Kunde nicht mehr wirklich viel falsch machen. Und mit richtig eingestelltem Caching leidet auch nicht die Performance.
    nichts desto trotz, ich werde mit TL gerne mal ansehen.

  13. Aleks schreibt: :

    Ich möchte auch nicht sagen, das TYPO3 oder Typolight besser ist, jedes CMS hat seinen Einsatzbereich. Nur ich bin der Meinung das in Typolight einige Dinge besser gelöst wurden, als in TYPO3.

  14. Lars schreibt: :

    Es geht ja nicht um besser oder schlechter. Gibt es bei mir auch nicht. Höchstens besser für Kunde 1 oder schlechter für Kunde 2. Jeder kennt seine Kunden am Besten und sollte das geeignete System aussuchen.

    T3 ist sicher auch backendmässig auszumisten, aber der Aufwand ist auch nicht ohne. Keiner zweifelt dass es mit T3 nicht geht, es geht hier ja nur darum, dass man mit TL bei vielen Projekten schneller am Ziel ist und die Umgewöhnung für den Kunden ist oft eine Erleichterung … Oft… nicht immer :-) Schönen Abend noch.

  15. Michael Konjevic schreibt: :

    Kein TypoScript mehr!

    Schon mal bei Typo3 z.B. eine Tipp-A-Friend-Funktion zum laufen gebracht? Wenn nicht, na dann viel Spaß!

    Bei TypoLight hat das ganze 2 Minuten gebraucht: klick and go!

    Noch Fragen?

  16. CMS, Wiki & Co.: Die Qual der Wahl. | Oberlehrer schreibt: :

    [...] treten zwei alte Konkurrenten gegeneinander an. Auch Designpick stellt die Frage “TYPO3 oder Typolight?” (wobei es sich trotz der Namensähnlichkeit um zwei unterschiedliche CMS [...]

  17. Sebastian Keitel schreibt: :

    TypoLight erschien mir auf dem ersten Blick leichter und einfacher, beim genaueren hinsehen sind mir jedoch einige Nachteile aufgefallen

    • Bei TypoLight muss zusätzlich in den Seitenelementen ein so genannter„Artikel“ erstellt werden um darin die Contentelemente wie Text, Bild etc. zu packen, das erzeugt eine weitere, (3) Ebene und macht es für mich persönlich deshalb extrem Benutzer unfreundlich.
    • Umständlichere Handhabung mit „Text / Bild“ (die ein Bild umfließen) Elementen
    • Vorschau zeigt alle Inhalte, auch die ausgeblendeten/ausgeschalteten, das ist irreführend

    Ob nun 10 oder 35 MB Platzbelegung auf dem Server finde ich in der heutigen Zeit nicht mehr so entscheident. TypoScript finde ich Klasse und wenn man sich einmal die Scripte (zum Entmüllen, SEO, Semantik, Text/Bild-Layouts etc. ) vernünftig zurecht gebaut hat ist die Handhabung auch für weitere Projekte recht einfach.

    Mein Tip lautet Typo3!

  18. kudzo schreibt: :

    Mich würde interessieren wieso typo3 für kleinere projekte benutzen wenn’s mit joomla genauso, wenn nicht einfacher und schneller ist? das man mehr anpassen kann ist wohl klar, aber ich schätze 90% aller typo3 sites nutzen vielleicht 10% von was möglich ist..

  19. Elke schreibt: :

    TYPOlight wird immer für kleine Projekte empfohlen. Es lassen sich aber auch durchaus große Projekte und Shopsysteme damit umsetzen.

  20. Klaus schreibt: :

    Mit TYPOlight kann man selbverständlich auch sehr umfangreiche und komplexe Sites erstellen. Natürlich steigt mit der Komplexität des Projekts dann auch der Aufwand, er bleibt jedoch im Endeffekt immer deutlich unter dem von TYPO3, insbesondere auch wenn exotische Sachen oder eigene Module zu entwickeln sind.

    Wo wird man dann TYPO3 noch einsetzen? Wer beide Systeme kennt, braucht TYPO3 eigentlich nicht mehr ausser aus Nostalgie, weil man schon so viel investiert hat, oder weil es den Kunde unbedingt so will. Aus technischen Gründen jedoch kaum, ein Projekt das derart spezielle Anforderungen hat dass TYPOlight nicht in Frage kommt lässt sich auch mit TYPO3 nicht mehr vernünftig umsetzen, da muss dann eine Individuallösung programmiert werden.

  21. Zumbel schreibt: :

    @Sebastian

    Leider kann ich die von dir aufgezählten Nachteile von TYPOlight nicht nachvollziehen.

    - Der Artikel Container macht durchaus Sinn denn mit Ihm kann man die Content Elemente gruppieren und die Ausgabe auf der Seite bestimmen (Header, Left, etc.). Darüber kann man dadurch auf komplexere Layouts umsetzten

    - Umständlichere Handhabung mit „Text / Bild, wäre mir jetzt neu.
    Denn dazu muss ich einfach die Art des “floats” auswählen und fertig. Was ist daran umständlich.

    - Das stimmt auch nicht, es gibt eine Vorschau Funktion mit der dies möglich ist, außerdem können auch Frontend-User simuliert werden.

    Wenn TYPOscript dein Hobby ist viel Spass dabei, aber alles das was du skripten musst hat TYPOlight schon drin.

  22. Michael Singer schreibt: :

    Ich arbeite seit etwa einem halben Jahr mit TYPO3. Ich habe viele Wochen in die Einarbeitung investiert, habe zwei Projekte damit verwirklicht, und schätze das System sehr. Es ist von der Mächtigkeit her eigentlich the best of the best von OpenSource-Systemen und ich würde eigentlich gerne damit weiterarbeiten, wenn – ja, wenn es nicht so behäbig in der Performance wäre, sowohl im Backend als auch im Frontend. Das bleibt, bei allen Vorteilen, ein permantentes Problem.
    TYPO3 stellt meiner Wahrnehmung nach durch sehr umfangreiche Datenbankanfragen überdurchschnittliche Anforderungen an den Datenbank-Server des Hosters.
    Auch der Seiten-Cache von TYPO3 ist in der Datenbank abgelegt, anstatt in Form von generieren realen html-Dateien am Webserver zur Verfügung zu stehen. Es gibt zwar eine entsprechende Extension, welche ich aber selbst nach ungezählten Versuchen und Recherchen nicht zum Laufen gebracht habe.
    Nun habe ich, auf der Suche nach Alternativen, nach Liebäugeleien mit MODx, das bisher von mir unbeachtete TYPOlight entdeckt, und ich bin spontan begeistert. Nach dem grundsätzlichen Verstehen von Struktur und Terminologie mittels der sehr gut gemachten Screencasts sehe ich dieses System nun eigentlich als die einzig wirkliche Alternative zu TYPO3 im OpenSource-Bereich.
    Die gesamte Struktur des Systems ist äußerst gut durchdacht und wirklich intuitiv erfassbar. Die Benutzerverwaltung – sowohl für Frontend als auch Backend – ist hervorragend. Man kann TYPOlight wirklich als benutzerfreundlich bezeichnen, während es gleichzeitig sehr mächtig ist. Die Performance ist – wahrgenommen bei meinem ersten Testprojekt – hervorragend (übrigens beim gleichen Hoster meiner eher lahmen TYPO3-Installationen). Die meisten funktionellen Erfordernisse werden bei TYPOlight tatsächlich “out of the box” abgedeckt. Die Inhaltselemente sind sinnvoll ausgewählt und umfangreich wie auch einfach zu konfigurieren. Die Dateiverwaltung ist vorbildlich. Der WYSIWYG-Editor TinyMCE ist sehr gut integriert. Ein eigenes Template zu erstellen ist, nach Betrachtung der betreffenden Screencasts eine Sache von vielleicht 20 Minuten.
    Das sind meine ersten Eindrücke von diesem für mich äusserst beeindruckenden CMS.
    Anmerken möchte ich, dass ich bisherfür Kunden produktiv mit Joomla, DerDirigent, Contenido, Sefrengo, WebsiteBaker und TYPO3 gearbeitet habe.
    Als einzigen Nachteil gegenüber TYPO3 sehe ich im Augenblick bei TYPOlight, dass die Entwicklung offenbar nur von einem einzigen Hauptentwickler getragen wird (bitte um Korrektur, wenn ich mich irre), während bei TYPO3 ein weltweites Team die Zukunft des Systems garantiert.
    Nicht unerwähnt lassen möchte ich die sehr gut strukturierte, ansprechende und einladende Webseite des Projekts. Die Übersichtlichkeit und Klarheit sucht ihresgleichen im Bereich der CMS-Websites, wenngleich die Online-Dokumentation für mich zu wenig ins Detail geht. Als besonders hilfreich finde ich die zur Verfügung stehenden Screencasts – hier wird in wenigen Minuten sehr anschaulich viel Information über die Handhabung von TYPOlight vermittelt.

  23. Aleks schreibt: :

    Hallo Michael,

    danke für dein umfangreiches Kommentar. Ich kann dir eigentlich nur zustimmen.

  24. Chriz schreibt: :

    Interessanter Artikel. Ich arbeite ebenfalls mit beiden Systemen und sehe das genauso wie Aleks bzw. Michael.

    Man sollte grundsätzlich beiden Systemen eine Chance geben, da beide Vor- und Nachteile haben. Ich mag sie beide recht gern! ;-)

  25. Markus schreibt: :

    Ein Punkt, der bei Michael erst gegen Ende steht, aber meines Erachtens weiter in den Fokus gehört, macht auch mir Bauchschmerzen: Typolight hat nur einen Hauptentwickler. Ich habe früher für kleine Projekte mit einem anderen System gearbeitet, an dem der ebenfalls alleine stehende Hauptentwickler seit über einem Jahr nichts mehr macht – damit ist das System da facto nicht mehr einsetzbar … sehr schade eigentlich.

  26. Rob schreibt: :

    Natürlich ist es in erster Linie auch eine Geschmackssache, welches CMS man bevorzugt. Ich arbeite seit Jahren mit TYPO3 und habe viel Zeit hineingesteckt, um mit diesem System richtig vertraut zu werden. Belohnt wird man dann durch nahezu grenzenlose Möglichkeiten.

    Seit einiger Zeit arbeite ich außerdem – vor allem bei kleineren Projekten – mit TYPOlight. Standardseiten lassen sich hiermit wirklich extrem schnell auf die Beine stellen. Was aber in meinen Augen der größte Vorteil bei TYPOlight ist, ist das übersichtliche Backend! Selbst bei einem angepassten Backend in TYPO3 brauchen viele Kunden sehr lange, um einigermaßen in der Lage zu sein, das System selbstständig weiter zu pflegen, dies ist bei TYPOlight wesentlich einfacher.

    Noch ein Wort zu Joomla: gesehen – gelacht – gelöscht! ;-) Ich habe ein paar wenige Seiten damit realisiert, aber das Gesamtkonzept ist derart unintuitiv und durcheinander, es macht einfach keinen Spass. Abgesehen davon ist die Umsetzung eigener Templates komplizierter. Auch die Benutzerverwaltung und Sicherheit ist für meine Zwecke eigentlich nie ausreichend gewesen.

    Mein Tipp daher: TYPO3 zu lernen lohnt sich! Es dauert zwar, aber man wird schnell merken, dass es das wert ist. Angenehmer Nebeneffekt: ich brauchte aufgrund meiner TYPO3-Erfahrung weniger als einen Tag, um eine vollständige Website mit diversen angepassten Templates in TYPOlight umzusetzen. Die Konzepte sind zwar nicht gleich, ähneln sich aber teilweise sehr, und man kommt schnell zum Ziel.

    Grüße,
    Rob

  27. Michael schreibt: :

    Ein weiterer Aspekt ist, dass TYPO3 mit Version 4.3 nun deutlich das Frontend-Editing forciert. Auch wenn’s da derzeit noch ein paar Ecken und Kanten gibt, ist das schon eine interessante Entwicklung. Einer der Gründe, warum ich Contenido, DerDirigent, Sefrengo mag. So wie’s ausschaut, wird TYPOlight diese Richtung nicht so bald oder gar nicht einschlagen. Meiner Wahrnehmung nach ist da die Tendenz eher die, ein reines Backend-System zu bleiben.

    Gruß
    Michael

  28. cgpro schreibt: :

    Der Vollständigkeithalber sollte man die Extension “Extended Typolight” berücksichtigen. Jetzt ist der Unterschied zwischen Typo3 und Typolight nur noch hinter den Kullissen vorhanden.

    Ich kenne kein System in dem ich schneller Inhalte verwalten kann als Typolight mit dieser Extension.

    Typo3 ist nicht schlecht, aber der direkte Vergleich spricht für Typolight.

  29. Cedric schreibt: :

    “Mich würde interessieren wieso typo3 für kleinere projekte benutzen wenn’s mit joomla genauso, wenn nicht einfacher und schneller ist? das man mehr anpassen kann ist wohl klar, aber ich schätze 90% aller typo3 sites nutzen vielleicht 10% von was möglich ist..”

    Das ist relativ einfach geklärt: Wenn ich mich in einem System als Entwickler wohl fühle, dann nutze ich es. Und dann geht das über die Klicki-Bunti-Einstellung der meisten hier hinaus. Dann hat auch mein Kunde einen Nutzen davon. Joomla pflegt eine Kultur, die jeden Benutzer/Verwalter dazu nötigt, im Quellcode Hand an zu legen-schonmal Joomla-Seiten migriert? Ein Graus. Da bin ich als Entwickler froh, das es TypoScript gibt!
    Bei den 10 % gebe ich dir vollkommen Recht-ich würde sogar noch weiter nach unten tendieren.

    Die Funktionalität von Typo3 ist so umfangreich, dass man garnicht weiss, wo man anfangen soll. Vielleicht ist das ein Problem für den gemeinen Marketer!? Typolight hat seine Daseinsberechtigung wie jedes andere CMS auch-aber Typo3 und Typolight miteinander zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen. Das eine ist ein kraftvolles Enterprise-CMS mit sehr viel Potential und das andere ist ein Flinker Hüpfer für unversierte Nutzer(!= Entwickler).

    Ich gebe unumwunden zu, dass Typo3 ressourcenhungrig ist-aber ganz ehrlich: Es gibt Optimierungen in tausend Farben und Varianten. Da sind beispielsweise verschiedene Caching-Methoden zu nennen; oder Skalierbarkeit. Ich würds nicht direkt abschieben..

    Nochmal zum Schluss… jedes CMS hat seinen eigenen Anwendungsbereich. Und wenn ich hauptsächlich kleinere Sites herstelle, dann mache ich mich auch mit einem kleineren CMS vertraut. Stelle ich aber auch mal wirklich anspruchsvolle Sites her, die ein wenig mehr Datenlogik benötigen, dann überlege ich mir doch, ob ich eine Grundlast in Kauf nehme und dafür ein ECMS benutze. Habe Ich sowieso eine Infrastruktur, die den Einsatz eines solchen erlaubt, spricht nichts dagegen, dies auch für kleinere Projekte zu nutzen-man kennt sich halt aus!

    Interessant zu sehen ist immer wieder (ist mir jetzt natürlich auch an mir aufgefallen..) wie sehr “Entwickler” hinter Ihrer Arbeit stehen. Was für den einen vollkommen plausibel klingt, ist für den Anderen Schmarrn ;-)

  30. Typolight Fan schreibt: :

    Ich bin ein absoluter Typolight Fan.
    Zwar habe ich Typo3 noch nie im Einsatz gehabt, aber Typolight ist nach einer kurzen Einarbeitungszeit einfach total simple zu bedienen.

    Am besten finde ich die einfache Möglichkeit statische CSS Layouts zu integrieren. Wenn man das 1,2 Mal gemacht hat dauert das keine halbe Stunde und man hat noch dazu einen wirklich kurzen Quellcode!

    Meine Empfehlung: Typolight!

  31. werk26 schreibt: :

    Danke für den super Artikel – du hast es getroffen. Nur so am Rande – Typolight heißt jetzt Contao.


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