Texte > 140 Zeichen werden immer seltener gelesen: Markup-Tipps und Analysen

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Newsfeeds werden Mainstream. Twitter wächst wie wild. Überschriften-Design ist so wichtig wie noch nie. Woran das liegt?
Lange Texte sterben aus. In die Zeiten von Echtzeit-Applikationen und semantischen Lifestream-Aggregatoren passen wirklich lange Artikel nicht mehr rein. Alle wollen immer nur noch mit Vorschau, Thumbnail – und Teaser berieselt werden, zu lange Textabschnitte werden blitzschnell gescannt, überflogen oder im schlimmsten Fall einfach ignoriert. Wie kann ich als Blogger/Webentwickler/Designer meine Leser/Besucher trotzdem dazu bringen, meine Texte und Artikel zu lesen, selbst wenn sie länger als 10.000 Zeichen sind?

Markup macht Texte sympathisch

Die Lösung heißt: Markup. Das Problem bei den meisten Texten ist, dass sie schlecht oder gar nicht formatiert sind. Das schreckt ab, weil es den Eindruck erweckt man brauche viel Zeit um diesen Text zu lesen. Ist der Text hingegen in verschiedene Abschnitte unterteilt und mit Sub-Überschriften zusammengefasst, wirkt er bei weitem nicht so wuchtig.

Das birgt natürlich auch die Gefahr, dass sich die Leser an den Überschriften orientieren und nur noch Teilabschnitte lesen, aber dieses Risiko wird man wohl auf sich nehmen müssen.

Überschriften sind jedoch längst nicht alles. Bilder, hübsch formatierte Zitat-Boxen, Listen, Tabellen, usw. sind alles wertvolle Werkzeuge, die leider oft viel zu selten genutzt werden. Auch ich bin noch längst nicht begabt, was Markup und Formatierung angeht aber ich versuche mich fortan zu bessern ;-)

Als Beispiel für schlechtes Markup nehme ich jetzt mal den Artikel “Was bringt das Web 3.0?” aus meinem privaten Blog. Welcher Poweruser hat denn noch die Zeit und Lust, sich das alles durchzulesen? Genau, niemand.

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Beispiel für gutes Markup

Beispiel für gutes Markup

Ein Gegenbeispiel: Der Artikel “Schriften und Webdesign: Beispiele und Tipps” aus daswebdesignblog.de
Hier zieht gleich eine (zugegeben nicht gerade mitreißende) Mini-Collage von Typographie im Alltag den Blick auf sich. Direkt danach (oder auch schon vorher) wendet sich der Leser der Überschrift zu. Kurz und knackig, den Artikel sauber zusammengefasst. Der Leser kann sofort entscheiden, ob er den Artikel lesen möchte oder nicht. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, liest den 10-Sekunden Teaser.
Der eigentliche Artikel ist hier in 6 Abschnitte aufgeteilt. Immer wieder wird der Text durch Typographie-Beispiele unterteilt. Am Ende des Artikels werden noch einmal einige Beispiele aufgelistet, die natürlich viel eher auffallen als simpler Text.
Ich habe von Lennart’s Artikel einmal eine Plain Text Version “erstellt”, die verdeutlichen soll, wie abschreckend derselbe Text ohne Überschriften, Markup und Grafiken wäre.

Eure Meinung ist gefragt!

Was meint ihr zum Thema Markup in Blogposts/längeren Texten? Ist das alles nur überflüssiges Aufgehübsche oder werden formatierte Texte wirklich mehr gelesen?

Informationen über den Autor:

Name: Kim Korte
Homepage/Blog: http://www.kimkorte.de
Archiv: Alle Beiträge von Kim anzeigen »
Über Kim:
Mein Name ist Kim Korte und ich bin ein junger Webentwickler aus Aurich. Ich habe mich zwar auf PHP spezialisiert, blogge aber über alle Themen rund um Webentwicklung und aktuelle Trends. Weitere Infos auf meiner Homepage


Kategorie: Trend & Wissen, Web

3 Kommentare »

  1. Lennart - daswebdesignblog.de schreibt: :

    Danke für die Erwähnung.
    Nun zum Artikel: Wer will, dass seine Beiträge gelesen werden, sollte seine Texte vernünftig formatieren. Unbedingt. Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, den Text in sinnvolle Abschnitte zu unterteilen und diese zu betiteln. Viele lesen auch im RSS Reader. Da fällt das Design des Blogs nicht so auf. Bilder (falls der Feed Bilder enthält) und Überschriften bemerkt der Leser aber.

  2. KingG schreibt: :

    Hey,

    sehr interessanter Artikel. Ich versuche zwar so wenig wie möglich zu schreiben aber manchmal kan ncih gar nciht anders und schweife auch ab..

    Werde dein Rat zu Herzen nehmen und versuche es in meinem Blog umzusetzen. Mal gucken ob es was bringt ;-)

    Thx
    KingG – Gökhan

  3. Christian schreibt: :

    Schöner Artikel und für mich trifft das vollkommen zu. Als du mir damals den Artikel mit dem Web 3.0 geschickt hast, kam bei mir erstmal “puh”…da will ich das erstmal gar nicht lesen – musste aber von dir aus… – aber bei Artikeln die gut gegliedert, formatiert und mit Bildern versehen sind, macht das Lesen einfach auch Spaß, egal wie lang der Text ist.


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