Einen Espresso bitte!

espresso

Nein, es geht nicht um die wunderbare Kaffeezubereitungsart, sondern um den gleichnamigen Text-Editor Espresso für den Mac.

Wenn ich größere Projekte bearbeite, benutze ich in der Regel NetBeans. Sehr umfangreicher und guter Editor (Win, Unix, Mac). Das Problem mit NetBeans ist, wenn ich nur mal schnell eine Datei per FTP/SFTP bearbeiten will, muss ich diesen erst in NetBeans einrichten usw. Wer von euch an vielen Projekten arbeitet, kann es wahrscheinlich nachvollziehen.

Für genau dieses Problem habe ich bis jetzt immer Smultron benutzt. Kann nix – ist aber schnell. TextMate gefällt mir irgendwie nicht so sehr, auch wenn soviele User (z.B. Kim) mit diesem Editor zufrieden sind.

Da ich durch die letzte MacHeist3 Aktion noch eine Espresso Linzenz hatte, wollte ich diesem Editor mal wieder eine Chance geben. Auch wenn der Funktionsumfang von Espresso auf den ersten Blick recht mau ist, so steckt die Liebe doch im Detail. So lassen sich, ähnlich wie bei TextMate, viele Funktionen durch Erweiterungen nachrüsten. Im Gegensatz zu den Bundles von TextMate werden diese Extensions in Espresso stilecht als “Sugar” bezeichnet. Wo bekommt man Zucker? Klar, im Coffee House.

Nebenbei unterstützt Espresso auch das momentan recht beliebte “Zen Coding“. Dazu kommen noch ein paar praktische Snippet Funktionen und allerlei Kleinigkeiten. Will man ein neues Projekt starten oder ein bestehendes bearbeiten, so bietet Espresso einem die Möglichkeit die Daten herunterzuladen, zu mergen oder zu spiegeln. Es ist aber ebenfalls möglich, die Daten direkt auf dem Server zu bearbeiten. Im Gegensatz zu NetBeans lassen sich auch Dateien aus Cyberduck heraus öffnen, was ein wenig die Usability steigert, falls man gerade mal nicht die Server Daten in Espresso eingeben möchte.

Ich bin zur Zeit recht zufrieden mit Espresso und werde diesen Editor auch wohl noch eine ganze Weile benutzen. Wie sieht es mit euch aus? Welchen Editor benutzt ihr und was gefällt euch besonders gut?

Informationen über den Autor:

Name: Aleks Maksimow
Homepage/Blog: http://www.aleksmaksimow.de
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Über Aleks:
Mein Name ist Aleks Maksimow und ich habe Anfang 2008 dieses Blog gestartet. Beruflich bin ich als Webentwickler / Programmierer tätig. Im Jahre 2005 habe ich zusammen mit einem Freund das Social-Network Morphex.eu gegründet.


Kategorie: Applikationen, Webdesign

17 Kommentare »

  1. Sebastian schreibt: :

    CODA!!

    Ich habe auch die Lizenz von MacHeist 3 für Espresso, konnte mich aber immer nicht nicht mit Espresso anfreunden und bin auch so zufrieden mit Coda, daß ich gar keine drang habe mich stark mit Espresso zu beschäftigen. Außerdem arbeiten Coda und Transmit so schön zusammen und die Projekt Übersicht bei Coda fehlt mir bei Espresso.

  2. Ole schreibt: :

    Ich benutze in der Zwischenzeit ausschließlich Aptana. Diese IDE ist zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da sehr überladen. Aber wenn man sich ein wenig eingearbeitet hat, kommt man klar.
    Was Aptana unverzichtbar macht, sind die verschiedenen Plugins, wie Subversion, jQuery Code Assist, Zen Coding, etc., welches ein wirklich schnelles Arbeiten ermöglichen…

  3. benem schreibt: :

    Habe mir auch letztens Espresso angeschaut und war recht angetan. Wird wohl auch mein neuer Editor der Wahl :)

  4. Aleks schreibt: :

    @Sebastian: Ja die Coda Projektansicht ist wirklich cool. Besonders optisch macht sie viel her. Hast du Erfahrungen um es die “Performance” der Ansicht runterzieht, wenn man viele Projekte drin hat? Also wird die Ansicht ruckelig oder ähnliches?

    @Ole: Ja Aptana ist auch wirklich gut, habe ich benutzt bevor ich auf NetBeans umgestiegen bin. Leider bring Aptana in der kostenlosen Version keine Möglichkeit für SFTP mit, was für mich ein Problem ist. Es gibt zwar ein Plugin, dieses ist aber etwas Bug behaftet.

    @benem: Gute Entscheidung ^^

  5. Kim Korte schreibt: :

    Wie schon oben erwähnt: TextMate :)
    Hat zwar wenig Projekt-spezifische Funktionen aber ist wesentlich mächtiger als man auf den ersten Blick denkt. Ich bezweifle, dass alle TM-Nutzer z.B. den eingebauten SVN-Support kennen. Oder das schöne Zusammenspiel mit Transmit.. :>

  6. Patrick schreibt: :

    @Aleks

    Mittlerweile gibt’s keine Pro-Version mehr von Aptana, also sind auch alle Features so wie z.B. SFTP-Support auch in der kostenlosen Version enthalten.

    Greetings

    P.S.: Ich bin TextMate-Nutzer.

  7. Aleks schreibt: :

    @Kim: Danke für den SVN-Tipp!

    @Patrick: Wow, das wusset ich nicht. So wird Aptana auch wieder etwas attraktiver.

  8. Tobi schreibt: :

    Hi Alex!
    Hmm… wollt mir mal die Tage Coda anschauen – nutze bereits transmit und bin total begeistert. Wie gesagt, mal schaun ;-)

    Tobi

  9. Connylo schreibt: :

    Bislang bleibe ich beim drögen BBEdit. Die »schicken Apps« haben so ihre Schwierigkeiten: Coda kann leider keine Shorthands bei CSS und Codefolding, Espresso ist mir zu unübersichtlich, die anderen Lösungen sind mir zu groß. Netbeans ist eine Javaapp? Laufen sonst immer so langsam, aber vielleicht mal ausprobieren, wenn ich Zeit habe.

  10. Aleks schreibt: :

    Connylo, ja Espresso NetBeans ist leider, genau wie Aptana ein Java-App. Es stört mich ebenfalls etwas, allerdings läuft es auf meiner Hardware recht flott. Leider stören mich ein paar sachen wie Drag & Drop in das Fenster. Benötige ich zwar nur selten, aber wenn man es mal benutzen will stört es schon etwas.

    Espresso finde ich nun nicht besondesr unübersichtlich? Was genau findest du unübersichtlich?

  11. Patrick schreibt: :

    @Aleks
    Ich denke du wolltest sagen: “Connylo, ja Netbeans ist leider, genau wie Aptana ein Java-App.”

    Espresso ist naemlich ein natives Cocoa-Programm.

  12. Aleks schreibt: :

    Danke Patrick! War ein kleiner Vertipper, habe es mal korrigiert. :)

  13. zauberer & hütchenspieler schreibt: :

    Also ich benutze Coda, schlank, übersichtlich und mit allen nötigen Funktionen ausgestattet (plus Plugins möglich), ich kann direkt auf dem Server arbeiten oder aber in einem Projekt und die Dateien dann einzeln oder gesammelt hochladen. Es arbeitet mit Transmit zusammen, alle Favoriten kann ich direkt importieren, ich habe eine Menge Projekte angelegt und es besteht keine Gefahr das da was ruckelt (so viel zu der Frage von oben).

    Ich nutze auch CSSEdit, daher kam ich auch auf Espresso, doch leider geht dort die Entwicklung nicht so richtig weiter und mir sind die Projekte irgendwie zu umständlich, vielleicht muss ich mich da auch erst noch reinfuchsen …

    Durch eine andere Website kam ich jetzt noch auf Komodo, doch das ist bei weitem nicht so schick wie Coda …

  14. jakob schreibt: :

    Ich bin inzwischen völlig auf espresso umgestiegen. Die Siteverwaltung ist gut, die Erweiterbarkeit klappt prima + im Gegensatz zu Coda kann man sich auf diverse Wege Snippets und Shortcuts anlegen, die das täglich Arbeiten extrem erleichtern.

    Es gibt aber auch ein paar Dinge die nerven: SVN-Unterstützung gibt es nicht, man muss auf eine zusätzliche APP (in meinem Fall Versions) zurüchgreifen. In der Siteverwaltung muss man zu viel mit der Maus erledigen (z.B. neue Ordner anlegen) – hier fehlen eindeutig Tastaturkürzel.

    Trotz dieser (kleinen) Ärgernisse: Espresso gefällt mir sehr gut, ich habe das Suchen nach einem neuen Editor erstmal eingestellt ;)

  15. Sebastian schreibt: :

    @Aleks: Ja das wird irgendwann ruckelig, also ich hab da jetzt so knapp 50 Projekte und das dauert auf jeden fall länger als früher coda zu starten oder ein projekt aufzurufen.

  16. Aleks schreibt: :

    Ah okay, so in der Art hatte ich mir das bereits vorgestellt. Weil Coda aktualisiert jedes mal die Screenshots, oder nicht?

  17. troot schreibt: :

    Ich bin auf großer Textmate Freund, auch wenn der SVN Support im SVN Bundle mehr als bescheiden ist.
    Habe das SVN-Bundle selbst um http-auth (username, passwort) aufgebort, aber fürs ansehen von alten Revisions-ständen von dateien/orndern, etc.. greiße ich leider auf Aptanan zurück. Da hab ich leider noch keine möglichkeit gefunden wie Aptana auch auf das von Textmate hinterlegen authz daten zurückgreifen kann :-(

    Troot
    PS: SVN-Bundle Erweiterung für http-auth gibts in meinen Blog.


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